"Erst aus dem Nichtsein, das wir ahnen, begreifen wir für Augenblicke, dass wir leben. Man freut sich ... und weiß mit jedem Atemzug, dass alles, was ist, eine Gnade ist." Diesem Bewusstsein ist der hier vorgelegte Kanon von rund 150 Gedichten, Erzählungen und Betrachtungen verpflichtet.
Mit einer kurzen Betrachtung des Wortes `Ach` und seiner Varianten leitet Franz Schuh seine Rezension ein. Das `Ach`, kürzester aller Nachrufe und Bedauern in einem, fasst die Textsammlung des Buches von Hermann Hesse über Jörg Steiner bis Kurt Tucholsky zusammen, die sich allesamt mit der irdischen Vergänglichkeit befassen. Abgesehen von den einzelnen Beiträgen, denen der Rezensent durchaus zugetan ist, stelle sich bald eine "Einförmigkeit" ein, der auch die "Vielfalt literarischer Formen" nichts entgegenzusetzen habe. Dieses "Wiederkäuen" sei bei einer Auseinandersetzung mit dem Tod aber kaum zu umgehen. Dessen "starre Unvermeidlichkeit" lässt einem außer Zynismus und eben jener ausdauernden Wiederholung nicht viel andere Möglichkeiten der Herangehensweise, bedauert Schuh.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…