Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2003
Die Opfer des SED-Regimes hatten nach dem Ende der DDR hohe Erwartungen: Rehabilitierung, materielle Entschädigung, Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen und Bestrafung der Täter. Heute herrscht bei den Betroffenen vorwiegend Enttäuschung und Verbitterung. Eine Reaktion, für die Jörg Siegmund in seiner Studie über Opferverbände vollstes Verständnis zeigt, berichtet Rezensent Gunter Holzweißig. Finanzielle Ausstattung und ihr Organisationsgrad sind nach Siegmunds Untersuchung ausgesprochen dürftig. Wie Holzweißig ausführt, kritisiert Siegmund das Desinteresse der Medien und der Politik am Schicksal der zu DDR-Zeiten politisch Verfolgten sowie das mangelnde Einfühlungsvermögen der Bürokratie gegenüber den Opfern des SED-Regimes, ohne zu verhehlen, dass die Opferverbände durch Selbstblockaden auch eine Mitverantwortung für ihre fehlende Lobby tragen.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…