Abraham Lincoln (1809-1865) war einer der populärsten Präsidenten Amerikas: Er führte die Nordstaaten durch den Bürgerkrieg und setzte sich für die Sklavenbefreiung ein; unter seiner Regierung schlugen die USA den Weg zum zentralregierten, modernen Industriestaat ein. Nun liegt eine aktuelle, spannend geschriebene Biografie des Staatsmannes vor. Ronald D. Gerste beschreibt Lincolns Weg vom armen Farmersohn zu einem der bedeutendsten Präsidenten bis hin zu seinem tragischen Ende in der Theaterloge.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2009
Auf engem Raum bespricht Michael Hochgeschwender drei deutsche Lincoln-Biografien, die sich von ihren amerikanischen Pendants vor allem durch die Distanz zu ihrem Sujet und die heftigen Deutungsdebatten auszeichnen. Das Porträt des Historikers Ronald D. Gerste erscheint dem Rezensenten sehr lebendig und frisch, vor allem aus Lincolns Privatleben hat er viele Anekdoten erzählt bekommen. Was dem Rezensenten hier allerdings fehlt, ist der Kontext, weder Politik noch Ökonomie oder Kultur finden hier ausreichend Raum.
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